New Hope, Gehsteigschulen in Kalkutta

Gehsteigschule

Bruder Xavier, ein Südinder, unterrichtet seit 20 Jahren, zunächst in einem erbärmlichen Raum aus rohen Ziegeln und Bastmatten. Er hat inzwischen drei Schulen mit insgesamt ca. 500 Schülern im Sunderban-Gebiet gegründet, ca. 100 km von Kalkutta entfernt, um die Kinder aus dem gefährlichen Stadteinzugsgebiet herauszuholen. Die Kinder kommen vorwiegend von Müttern aus dem Rotlichtmilieu.

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Das Sunderban sind die vielen Inseln im Ganges-Delta, eine sehr unterentwickelte Gegend, wo es oft keinen Strom, keine Straßen und weit und breit keine Schulen gab.  Von über 60 Angestellten sind 32 als Lehrer und als Betreuungspersonal beschäftigt. Der größte Unkostenfaktor ist das Gehalt der Lehrer. Täglich backen die Frauen fürs Abendessen 1000 Fladenbrote. Die Kinder wachsen in ihrem eigenen Glauben auf und ihre jeweiligen Feste werden gefeiert. Die Mütter können ihre Kinder jeden Monat besuchen.

Es wurde auch ein Straßenprojekt (Gehsteigschule) gestartet, in dem die älteren Schüler von Bruder Xavier losziehen, um Kinder von obdachlosen Familien, die an den Straßenrändern der Stadt campieren, zu unterrichten und sie zu beschäftigen, mit basteln etc. (Siehe Foto) Viele dieser Kinder wissen gar nicht, was Spielen ist.

Den Kindern wird nach der Schule eine Ausbildung als Automechaniker, Elektriker, Schweißer, Koch oder Wachpersonal angeboten, die Mädchen lernen sticken, schneidern, Schmuck anzufertigen.

Die Kosten des gesamten Projekts sind enorm, und die Arbeit wird ausschließlich von Privatspenden getragen – vom indischen Staat oder der katholischen Kirche kommen keinerlei Mittel.

Von dem renommierten Verein „Südtiroler Ärzte für die Welt“ in Bozen kommen öfter Mitglieder, und informieren sich über die Fortschritte, haben ein Auge darauf und helfen auch finanziell.

Wir unterstützen den indischen Verein „Missionaries oft the Word“, den Bruder Xavier gegründet hat, seit vier Jahren.

Gehsteigschule

Gehsteigschule

Gehsteigschule

Unterricht im neuen Schulgebäude

Kinder beim Unterricht im neuen Schulgebäude