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Aufbau eines Nachhaltigkeits- und Permakultur Netzwerkes, Kenia

In West-Kenia soll ein Nachhaltigkeits-Kooperationsnetzwerk aufgebaut werden mit mehreren Organisationen, die eine gemeinsame Strategie zur Verbreitung von Permakultur und Nachhaltigkeitskonzepten verfolgen, ihre Projektstandorte zu Demonstrations-und Lernzentren ausbauen, vielfältige Bildungsformate anbieten und gemeinsam ein Curriculum für die berufliche Ausbildung von Nachhaltigkeits-Akteuren und Permakultur-Gestaltern entwickeln und umsetzen.

Das Projekt leistet einen Beitrag zur Sicherung des Lebensunterhalts der ländlichen Bevölkerung in Western Kenia unter Berücksichtigung der Herausforderungen durch den Klimawandel.


Hintergrund:

In Kenia kommt es regelmäßig zu regionaler Lebensmittelknappheit, verursacht durch Missernten. Die meisten Farmer sind durch fehlende Bildung und knappe Ressourcen den Auswirkungen des Klimawandels schutzlos ausgeliefert. Viele geben auf und migrieren in die großen Städte. Das Leben als Farmer gilt als beschwerlich und armselig, hat also keinen guten Ruf. Andererseits bietet die Landwirtschaft Potenziale, um Beschäftigung und Einkommen zu schaffen und die Dörfer wieder aufblühen zu lassen. Permakultur hat sich in Western Kenia als geeignetes Konzept für die Sicherung der Selbstversorgung dörflicher Gemeinschaften bewährt und bietet der ländlichen Bevölkerung Möglichkeiten zur Stärkung der Selbstermächtigung im lokalen Kontext.

Vorhaben:

Im März 2020 erfolgte ein Netzwerk- und Zukunftsworkshop mit Vertreter*innen von sechs kenianischen Organisationen (CADIF Kenya, OTEPIC, Badilisha, Kipepeo, Books for Trees und Ndoto Zetu), die sich der Bildung für Nachhaltigkeit im ländlichen Raum in Westkenia verschrieben haben, zum Aufbau von Partnerschaften, um die Nachhaltigkeitsziele zu verbreiten und ihre praktische Umsetzung durch Permakultur zu fördern.

Gemeinsam mit Kipepeo plant Soned e.V. im Herbst 2021 ein Permakultur-Seminar für Multiplikator*innen, um vor allem in West-Kenia das Permakultur-Bildungsangebot zu verbessern und dafür die nötigen Kapazitäten wie Permakultur-Lernzentren mit geschultem Personal aufzubauen.

Ostafrika ist immer noch abhängig von zertifizierten Permakultur-Lehrern aus dem Westen, um seine Bewohner zu befähigen. Da Innovation aus dem Prozess des Verständnisses der Beteiligten für den Kontext entsteht, besteht eine der Möglichkeiten, diesen Prozess anzustoßen darin, den Kenianern die Autonomie für die Ausbildung und Entwicklung ihrer Gemeinschaft zurückzugeben. Durch den Kurs sollen die fachlichen Kapazitäten in den beteiligten Organisationen gesteigert werden, um damit qualitativ hochwertige Permakultur-Lernzentren zu entwickeln und die fachliche Anleitung von Farmern und Selbsthilfegruppen sowie Umwelt-Clubs in Schulen bei der Umsetzung von Nachhaltigkeitsstrategien zu ermöglichen.

Projekt 102-20 si

https://soned.de/category/kenia/