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Biologische Schulgärten - Stärkung der Jugend durch Gärtnern “Youths Empowerment through Gardening (YEG)”

160 SchülerInnen können praktisches Wissen über biologisch-nachhaltige Anbaumethoden in ihren neu angelegten Schulgärten erlangen. Inzwischen beteiligen sich vier Schulen am Projekt Youth Empowerment through Gardening (YEG). Dabei wird auch das Interesse der anderen Schüler und des näheren Umfeldes geweckt. Die SchülerInnnen erhalten durch das praktische Wissen bessere Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt,können ein gesteigertes Einkommen erzielen, die Ernährungssicherheit stärken und die Arbeitslosigkeit reduzieren.

Darüber hinaus wurde die Infrastruktur des SAT Ausbildungszentrums für biologische Landwirtschaft in Vianzi durch Anschaffung von Solar Technik verbessert. Die Geräte wurden bereits installiert und befinden sich in Betrieb.

Das Projekt würd ausgeführt und betreut durch das Ausbildungszentrum Sustainable Agriculture Tanzania (SAT). Weitere Informationen können über die Homepage www.kilimo.org gewonnen werden.


Das Projekt Youth Empowerment through Gardening (YEG) erfüllt in vielerlei Hinsicht den Leitsatz der Schöck-Familien-Stiftung „Zukunft durch Bildung“.

Es wird die Möglichkeit vermittelt, durch erfolgreiche Landwirtschaft seinen eigenen Lebensunterhalt verdienen zu können. Der Anbau gesunder Lebensmittel trägt zu einer ausgewogenen Ernährung der Schulkinder bei.

Die Kinder Arbeiten und Lernen mit der Natur, wodurch sie diese besser Verstehen und Kennenlernen. Jugendliche, die sich für biologische Landwirtschaft interessieren, werden zu „jungen Botschaftern“ und sensibilisieren für dieses Thema. Insofern sind diese jungen Menschen der Antrieb für einen erfolgreichen landwirtschaftlichen Paradigmawechsel, um eine angemessene und gesunde Ernährung der nachkommenden Generationen zu gewährleisten.

Folgende Themen wurden unterrichtet:

Begriffserklärung „Bio-Landwirtschaft“, Vorbereitung von Pflanzbeeten,Einsammeln von Müll & Thema Umweltschutz, Planung des Gartens, Ausmessung des Gartenbereichs, Setzen von Markierungen,Richtiges Anpflanzen und Umpflanzen der Setzlinge, Anlegen von Saatbeeten, Erstellen von Hochbeeten, Erstellung von „double dugbeds“ (doppelt gegrabene Beete), Erstellen von Sackgärten, Pflanzenpflege,Herstellung und Verwendung von Kompost.

Projekt-Fortschritt

An zwei von vier Schulen wurde das Grundkonzept des Projektes bereits in den Schulalltag integriert und insgesamt 84 SchülerInnen erhielten13 Lehreinheiten in biologischer Landwirtschaft.

  1. MBUYUNI PRIMARY SCHOOL ist die erste Primar-Schule in Morogoro, welche begann das Projekt in ihre Schule einzubinden. 44SchülerInnen wurden dort erfolgreich in biologisch-nachhaltigen Anbaumethoden ausgebildet und ein Demonstrationsgarten mit einer Fläche von 500m² angelegt, welcher unter der Betreuung einer Lehrkraft selbstständig weiter bewirtschaftet wird.
  2. SUA PRIMARY SCHOOL ist die zweite Primar-Schule die erreicht werden konnte. Auch dort wurde das Projektkonzept mit 40 SchülerInnen auf gleiche Weise erfolgreich umgesetzt. Der dortig angelegte Demonstartionsgarten besitzt eine Größe von 600m².

Um den Fortschritt und den Zustand der Schulgärten beurteilen und gewährleisten zu können, werden die Schulen regelmäßig vom Projekt-Manager besucht. Daneben wird ein interner monatlicher Bericht verfasst, der über Aktivitäten, auftretende Herausforderungen und Erreichtes informiert.

Ernte

In beiden Schulen wurde bereits ein Teil des angepflanzten Gemüses geerntet. Insgesamt wurden 2,5 kg Chinakohlblätter, 10 kg Amarant Blattgemüse, 12 kg Blattkohl, 6 kg Bohnen,Süßkartoffeln, Mangold, Paprikra und Kürbisgemüse geerntet. In wenigen Wochen wird ebenso der gepflanzte Mais erntereif sein. Die Bio-Erzeugnisse wurden in den Kantinen der beiden Schulen verwendet.

In der zweiten Phase des Projektes wird an zwei weiteren Schulen in Morogoro mit der Ausbildung von SchülerInnen und mit dem Anlegen der Schulgärten begonnen.

Ausbildung der Gruppenleiter

Es wurde ein Pfadfinder, der gleichzeitig als Gruppenleiter an den beiden Schulen fungiert,zusammen mit drei weiteren SchülerInnen auf dem Ausbildungszentrum von SAT in einem ein-wöchigen Intensivkurs über nachhaltige Landwirtschaft und Führungskompetenzen ausgebildet.

Herausforderrungen und Lösungsansätze

An beiden Schulen hatten die SchülerInnen mit Schädlingsbefall zu kämpfen, welcher verringerte Ernteerträge zur Folge hatte. Die Ausbringung von biologischen Spritzmitteln erfordert Kontinuität und Sorgsamkeit zugleich. Es wird daran gearbeitet, die Regelmäßigkeit der Applikationen zu erhöhen und den SchülerInnen die richtige Ausbringunsweise der Mittel zu vermitteln.

Während der Trockenzeit von Januar bis Anfang März hatte Morogoro mit Wasserknappheit zu kämpfen. Aus diesem Grund konnte keine stetige Bewässerung der Schulgärten gewährleistet werden, was zu einer Minderung der Ernteerträge führte.

Projekt 58-16 si 

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Sauberkeit am Arbeitsplatz ist das Wichtigste